Ja, es ist nicht mehr zu leugnen, auch wenn uns der Samstag nochmal richtig heiße Temperaturen beschert hat – der Herbst ist da und das bedeutet, dass 75 % des Jahres bereits wieder Vergangenheit sind.
Mich überfällt zweimal im Jahr eine kleine Panik – einmal, wenn der Frühling beginnt, weil ich dann denke – huch, schon wieder März und das Jahr hatte doch gerade erst begonnen! Und dann im Herbst, wenn ich denke – huch, das Jahr ist ja schon fast wieder vorbei – was hast du denn nun geschafft von deinen Plänen und Zielen?
Und dann sitze ich hier und denke – nee – was für ein Quatsch! So lebe ich nicht im hier und jetzt, sondern immer gehetzt von Vergangenheit oder Zukunft – aber nie in der Gegenwart.
Ursula von der Seelenzeit-Oase macht es richtig – im Frühling ist ihre Seite online gegangen – wir haben dies gefeiert und uns gefreut, dass wir damit so einen schönen Ort erschaffen hatten, und heute, 6 Monate später, ist die Seite bereits so gewachsen, dass es eine wahre Freude ist, sie anzuschauen und sich von den Texten, Grafiken und der gesamten Kreativität berühren zu lassen. Den Sommer haben wir genossen und auch den Autorinnen Pausen gegönnt, und nun begrüßen wir dort heute den Herbst in allen seinen Farben und genießen diese Zeit für Besinnung und Muse.
Mittlerweile arbeiten viele Autorinnen an der Seite mit, und bald wird es mehrere Subdomains geben, wo die Autorinnen sich selbst mit ihren Texten und Kreationen präsentieren können. Alles hat seine Zeit…und daran werde ich mich erinnern, wenn mich mal wieder so eine kleine Panik ergreift – danke Ursula dafür, dass ich von Dir immer wieder lernen kann, im Hier und Jetzt zu leben…




Liebste Irene,
es fällt mir immer noch schwer. Nach all den vielen Jahren, wo ich mich mit spirituellen Dingen beschäftige. Das Leben IM HIER UND JETZT!
Vor allem im Herbst überfällt mich diese leise Melancholie. Obwohl hier das strahlendschönste Wetter ist, was man sich nur denken kann, es RIECHT nach Herbst. Und das bedeutet, es wird bald Winter.
Meine Freundin Gaba sagt: Du lebst immer noch in der Zukunft. Sie hat Recht. Anstatt diesen wundervollen Altweibersommertag zu geniessen, denke ich mit Schrecken an den Winter, den ich gar nicht leiden mag.
Danke dafür, Du hast mich mit der Nase draufgestupst. Ich werde den heutigen Tag nach allen Regeln der Kunst geniessen.
Sonnige Grüße – von Herz zu Herz
Dori
@Dori,
Liebste Dori,
ich weiß ja, wie sehr du den Sommer liebst und wie sehr du das Leben genießt, wenn es richtig schön warm ist. Aber wer hier lebt, lebt mit den Jahreszeiten – und da gehören eben alle vier dazu.
Sich im Sommer schon zu sorgen, dass ja anschließen der Herbst und dann auch noch der kalte Winter kommen, ist in der Tat nicht im JETZT leben!
Ganz ehrlich – es tröstet mich, dass Du auch nicht vollkommen bist und eben solche kleinen “Macken” hast
Das macht dich noch sympathischer
Ich bin sicher, wir werden beide noch lernen, mehr das HIER und JETZT zu leben und auch zu genießen und die schönen Seiten an jedem Tag zu entdecken.
Die sonnigen Grüße sind direkt angekommen – vielen Dank – meine haben sich gerade auf den Weg gemacht zu dir
Alles Liebe
Irene
Hallo liebe Irene und liebe Dori,
ich musste lachen, als ich las, dass bei Euch der Wechsel der Jahreszeiten Panik und Miesepetrigkeit verursachen.
Ich liebe diese Jahreszeitenwechsel, die mir immer wieder das entstehen und vergehen vor Augen führen. Und jede Jahreszeit gibt sich wirklich sehr viel Mühe uns von ihren Vorzügen zu überzeugen.
Der Frühling wirft seine ganze Farbenpracht um sich, der Sommer verwöhnt uns mit Licht und Wärme, der Herbst mit goldenem Licht und Früchten aller Art und der Winter gibt uns die Zeit und Ruhe für Musestunden bei Kerzenschein und deckt die Natur mit Rauhreif und einer Schneedecke zu.
Ich bin eigentlich auch ein Sommermensch – aber als ich mir vorstellte, es wäre IMMER Sommer – und ich würde gar nicht mitbekommen wie schnell ein Jahr vergeht – kein Wechsel , keine Veränderung – immer alles gleich warm, gleich hell, gleiche Umgebung – nein – in so einer langweiligen Gleichförmigkeite wünsche ich mir nicht zu leben.
Seitdem lebe ich wirklich mehr im Hier und Jetzt – beobachte welche Pflanzen zuerst blühen und welche dann danach kommen – registriere einfach alles genau zu dem Zeitpunkt, an dem es geschieht. Es ist schon ein Wunder, wie schnell aus einer rosa Apfelblüte ein rotwangiger Apfel wird – und nächsten Frühling beginnt das Wunder wieder von vorn – und ich freu mich darauf.
Wechsel bedeutet Veränderung signalisiert Kreativität und Leben und Tod und Wachsen und Vergehen – es ist ein ewiger Kreislauf der mich inspiriert.
Schenkt jeder Jahreszeit genügend Aufmerksamkeit und Ihr werdet sie alle lieben lernen.
Herbstlich goldige Grüße
RAINBOW
liebe irene
auch ich komm mit der dunkelheit und der kälte nicht so gut zurecht und muß mich auch manchesmal zwingen aufzustehen. ich versuch mich dann auf das zu konzentrieren, was mir diese zeit wieder besonders angenehm macht: warme schaumbäder,kerzen,winterdüfte,weihnachten (bitte nicht erschlagen!!!)
wenn von draußen kein licht kommt dann schaff ich mir selber eins
JETZT aber liebe irene ist erst mal die zeit der bunten herbstfarben…bei mir in wien ists im mom schwer mit der sonne und ich kämpfe hartnäckig gegen den drang, die heizung aufzudrehen.
alles liebe für dich von babsi