blume

Als Antwort auf mein voriges Posting, der kleinen Geschichte von Anthony de Mello möchte ich euch hier meine Sichtweise dieser Geschichte darstellen. Ich habe gerade in einem Forum über diese Problematik geschrieben und musste es daher auch in meinem Blog festhalten. Die Beiträge im Forum haben mir gezeigt, dass sehr viele Frauen mit dieser Problematik zu kämpfen haben und ich bin froh, damit nicht alleine zu sein. Zeitweise habe ich mich fast für eine Exotin gehalten und dachte, alle anderen wissen, wer sie sind nur ich nicht. Aber es scheint ein Phänomen zu sein, dass gerade Frauen in der Mitte ihres Lebens sich endlich mit sich selbst beschäftigen und sich selbst und ihre Bedürfnisse wieder wichtig nehmen.

Auch für mich ist diese Frage, WER ich bin, schwer zu beantworten, aber auch ich bin auf dem Weg, das herauszufinden. Als ich damit anfing, mehr an MEINE Belange zu denken, mich zu fragen, was ICH eigentlich will, hat das bei meiner Familie erstmal Unbehagen, Unverständnis und wohl auch Wut hervorgerufen. In einem Streit nannte mich mein Mann damals eine UNRUHESTIFTERIN. Er hatte sogar recht, das war ich wohl auch, aber das war die einzige Möglichkeit, den Zustand, der sich über die Jahre eingeschlichen hatte, zu verändern. Ich war sehr provokativ, teilweise sicher auch nervig für meine Lieben, aber anders konnte ich meine Gefühle nicht zum Ausdruck bringen.

Es braucht Zeit, jahrelange Gewohnheiten zu ändern, und so bin ich immer noch auf dem Weg, herauszufinden, wer ich bin und was ich will, was mich zufrieden und glücklich macht. Ich mache nur kleine Fortschritte, und für manche sieht es wohl so aus, als bewege ich mich nicht vorwärts, sondern im Kreis. Aber so ist es nicht – ich kann meine Fortschritte sehen, und ich bin überzeugt, MICH zu finden.

4 Kommentare zu „Wer bin ich?“

  • liebe irene

    diese frage stell ich mir auch seit einigen jahren und ich schätze, ich werde sie mit 40 auch noch stellen.ich denke genau wie in der geschichte wirst du diese frage nicht wirklich beantworten können.wie du es schon beschrieben hast, es müßte lauten: WAS WILL ICH?

    ich versuch mir nun auch anzugewöhnen, nicht die meinungen anderer über mich anzunehmen :)

    liebe osterliche grüsse von babsi

  • Stimmt Babsi, das ist genau der Ansatz. Ich tappe auch immer noch in die Falle, mich von der Meinung anderer abhängig zu machen und dabei wieder in Zweifel zu geraten. Es ist ein langer Prozeß zur Antwort auf “Was will ich?”, aber daran reifen wir und kommen uns immer näher.
    Ich wünsche dir, dass du dir selbst immer näher kommst.
    Ganz liebe Grüße von
    IRENE

  • …man nimmt Abstand von anderen, wenn man nach sich sucht…

  • Interessant Engerling – aber du hast recht….

Hier schreibt

Irene Wolk - Architektin + Webdesignerin mit WordPress =Wordpress-Architektin!

außerdem Vorleserin von Geschichten, Leiterin von Video-Lernkursen und Autorin des Buches: "Bin ich jetzt schön?"

Kreativ, positiv denkend und dauerhaft lernfähig.


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