„Im Leben musst Du drei Fragen mit JA beantworten können:
- Ich liebe, wo ich bin
- Ich liebe, was ich tue und
- Ich liebe, mit wem ich bin.“
Dies ist ein Zitat aus einem Film, den ich vor ein paar Tagen gesehen habe. Es ging um die Brustkrebserkrankung einer jungen Frau und die Veränderungen in ihrem Leben nach der Diagnose und Operation.
Und als ich diese Worte so höre, weiß ich, dass ich sie aufschreiben muss, weiß ich, dass ich darüber einen Beitrag schreiben möchte, weiß ich, dass es genau diese drei Sätze sind, die ich mir immer wieder mit JA beantworten möchte. Dass ich sie aufschreiben muss, weiß ich, dass ich darüber einen Beitrag schreiben möchte, weiß ich, dass es genau diese drei Sätze sind, die ich mir immer wieder mit JA beantworten möchte.
Diese junge Frau sagt am Ende, dass der Krebs das Beste war, das ihr passiert ist, denn er hat sie aufgefordert, umzudenken, ihr Leben und ihre Lebensweise zu ändern und auf sich zu achten.
Und dann denke ich an meine eigenen Erfahrungen und daran, dass auch mich eine Krankheit auffordern musste, etwas in meinem Leben zu ändern. Und ich denke daran, wie groß die Gefahr ist, wieder in alte Muster zu verfallen, wenn man nicht aufpasst und die zarte Pflanze der Veränderung nicht behutsam genug pflegt.
In diesen grauen Novembertagen hatte ich mehr als einmal den „November-Blues“ – wie ihn Ursula so schön nennt. Ich habe gespürt, dass etwas nicht stimmt, aber ich konnte nicht einordnen, woran es lag, was diese Unzufriedenheit und Schwere verursacht. Auch jetzt bin ich mir immer noch nicht klar darüber, wie ich diesen Zustand wieder abstellen kann, aber als ich diese Worte in dem Film hörte, dachte ich, sie sind wie geschaffen für mich – ein Zeichen, mir diese Fragen mal wieder zu stellen.
Ich liebe, wo ich bin – ja, ich bin gerne hier und ich liebe mein Haus, meine Umgebung, mein Umfeld…
Ich liebe, was ich tue – ja, das liebe ich in der Tat. Ich tue genau die Arbeit, die mich erfüllt, die meinen Talenten entspricht und mir Freude bereitet.
Ich liebe, mit wem ich bin – ja, ich liebe die Menschen, mit denen ich zusammen lebe. Meine Familie ist mir sehr wichtig, ebenso meine Freunde online und offline.
Ich kann mir also diese drei elementaren Fragen alle mit JA beantworten und das erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit. Auch wenn ich immer noch spüre, dass etwas in mir arbeitet und diese Antriebslosigkeit auslöst weiß ich doch, dass ich der Lösung eigentlich ganz nahe bin und nur noch ein kleines Puzzleteilchen fehlt, um dem November-Blues zu überwinden.
Wen der Film interessiert – er kann noch ein paar Tage online bei SAT 1 angeschaut werden.
Es ist übrigens die autobiographische Geschichte von Andrea Sixt, die erst ein Buch und später das Drehbuch zum Film schrieb.




Liebste Irene, ich habe den Film auch gesehen – und dann weggeschaltet.
Sicherlich war das Thema gut, aber ich fand die Umsetzung nicht gelungen, eher platt.
All die wichtigen Dinge, die eine an Brustkrebs erkrankte Frau in der ganzen schrecklichen Wirklichkeit erfährt, sind für mein Dafürhalten gar nicht rübergekommen. Ich denke, ich kann das beurteilen, da ich vor 2 Jahren an BK erkrankt bin und damals auch noch meine Partnerschaft in die Brüche ging, wie
bei Andrea Sixt, die ja ähnliches erlebt hat.
Aber positiv ist doch, dass der Film Dich zum Nachdenken angeregt hat.
Viele liebe Grüße
Dori
@Dori,
Liebste Dori,
ich habe an dich gedacht, als der Film lief und du hast natürlich recht – im Film war alles viel zu einfach – ging zu schnell und hat nicht die ganze Not, die Ängste und schrecklichen Wahrheiten gezeigt. Ich habe daher überlegt, ob ich das Buch lese, um zu sehen, wie es dort umgesetzt ist.
Ich weiß, dass es für jemanden, der direkt betroffen war oder ist, so aussehen muss, als sei so eine Krebserkrankung ein Spaziergang und die heile Welt schnell wieder hergestellt. Nur mal eben die Ernährung ein wenig umstellen, sich das Rauchen abgewöhnen und den Jop hinschmeißen – und schon ist alles wieder gut.
Dass es so nicht ist, weiß ich natürlich auch – aber es ist so, wie du schreibst – für mich sind einfach diese Worte “hängen geblieben” und haben mich zu diesem Artikel veranlasst und auch zum Nachdenken darüber, was und wen ich liebe.
Und wenn es dafür gut war, diesen Film zu schauen, dann ist es für mich ok…
Danke für deinen Beitrag und ganz liebe Grüße
Irene