Ja, diese Frage ist ernst gemeint, denn ich habe eben beim Aufräumen meiner Festplatte meine Morgenseiten vom Januar-März 2009 gefunden.
Zwar nicht täglich, aber doch recht regelmäßig habe ich mich morgens an meinen Rechner gesetzt und einfach drauf los geschrieben, und wenn ich heute so lese, was da alles aus mir rausgesprudelt ist, sollte ich diese Übung mal wieder anfangen. Dieser innere Dialog ist wirklich sehr hilfreich, gerade wenn man meint, in einer Sackgasse zu stecken.
Mein erster Tag der Morgenseiten war der 07. Januar 2009, und so startet mein Text:
Meine Morgenseiten – 1. Tag 07.01.2009
Bei Dori habe ich von den Morgenseiten gelesen, und so ist heute der erste Tag, an dem ich das auch ausprobiere.
In den Morgenseiten schreibt man nicht über etwas bestimmtes – man schreibt einfach alles auf, was aus den Gedanken herauskommt – wahllos, ohne besonderes Thema oder besonderen Schreibstil.
Ich find das erst mal eine spannende Übung, weiß aber noch nicht, was das hier werden wird, denn 3 Seiten sind zu füllen und ich weiß nicht, ob ich morgens schon so redselig bin
Aber wer weiß – vielleicht wird so mein nächstes Buch draus. Witzig Irene – das erste Buch ist noch nicht mal fertig, da redest du von einem zweiten. Mach doch erst mal das erste fertig – wo hapert es denn da?
OK – hat‘s recht – ja, es hapert etwas – ich habe Angst, ich wiederhole mich in dem Buch zu oft – irgendwie ist es noch nicht stimmig.
Naja, dann mach es doch stimmig. Arbeit dich Kapitel für Kapitel durch und mach was draus. Es wird ein tolles Buch werden – ganz sicher. Also schau, dass es nun bald abgeschickt wird – und du es auch vermarkten kannst. Aber ich habe das Gefühl, du hast noch vor etwas Angst?
Ja, ich habe Angst – das stimmt – vor einen Flop – vor einem Misserfolg, davor, dass keiner es lesen mag….
Hey – das ist ja wohl total bescheuert von dir. Warum hast du wieder solche Zweifel?
Wirst sehen – das Buch werden die Menschen lieben. Es wird in den hiesigen Buchläden ausliegen – die Leute werden dich erkennen und dich auf das Buch ansprechen.
Du wirst Mails und Briefe und Postkarten erhalten – Leute werden dir danken für die einfühlsame Art des Schreibens. Leute werden deine Kreativität loben und zufrieden sein. Das Buch wird gekauft – und es wird dir den Einstieg in dieses kreative Schreiben ermöglichen.
Ja, und dann kannst du in der Tat an ein zweites Buch denken. Etwas wie eine Fortsetzung – oder noch etwas anderes. Mach den ersten Schritt, und weitere werden folgen – wirst sehen.
Danke für dieses innere Zwiegespräch – das hilft mir tatsächlich weiter – ich bin ja echt begeistert, was bereits in diesen ersten Minuten aus mir herauskommt. Wirklich schön, diese Übung.
Es geht noch weiter, aber das gehört nicht in diesen Blog. Ich werde ab Morgen wieder damit beginnen, Morgenseiten zu schreiben, denn was ich bis eben so gelesen habe ist sehr aufschlussreich, auch wenn man es einige Zeit danach liest – und immerhin 1 1/2 Jahre ist das nun her und zeigt mir mich selbst im inneren Dialog – total spannend
Also, probiert doch auch mal, Morgenseiten zu schreiben und schreibt mir, wie das bei euch funktioniert hat und vor allem – was macht es mit euch?



liebe irene
erst mal danke an dich, dass du diese ersten zeilen mit uns teilst. inzwischen hab ich auch das buch “die kunst des schreibens” von da stammt ja diese tolle idee. ich möchts auch gern in angriff nehmen aber stelle echt erschrocken fest, ich kann händisch kaum mehr schön leserlich schreiben. obwohl das muß ich ja nicht.
ich hab übrigens in meiner teeniezeit mind 7 jahre hindurch tagebuch geführt und sie aufgehoben und letztens darin auch geblättert. schon sehr interessant, der basi vor ca 17 jahren zu begegnen.wenn sich schon innerhalb eines jahres soviel tut, nicht wahr´, liebe irene?:)
und übrigens:
dein BUCH IST GUT UND WERTVOLL.
DANKE an die irene vor einem jahr, dass sie es geschrieben hat
liebste grüße von babsi
Ja liebe Babsi, dieses Buch habe ich auch gelesen
als ich heute nochmal tiefer in meine Morgenseiten ging, hatte ich einige AHA-Momente. Sie sind wirklich so ertvoll – gerade wenn man sie etwas später liest.
Ich habe auch Tagebuch geführt – immer wieder mal, als Jugendliche sehr regelmäßig, als Erwachsene jahrelang gar nicht, und im Moment wieder aktuell. Allein, was ich heute Morgen im inneren Dialog herausgefunden habe ist absolut wertvoll für mich. Es ist doch immer nur eine Person die da schreibt – ich selbst. Und doch habe ich den EIndruck, da redet jemand mit mir – alles total spannend…
Danke für dein Lob zu meinem Buch – es hat mich selbst erstaunt, als ich den Text gestern las und dachte – hey, sind das DEINE Worte????
Strahlende Grüße nach Austria von
Irene
Liebe Irene,
allso dann, schreibe fleißig drauf los … schön, was du für eine Power hast … ich bin schon gespannt auf dein 2. Buch … ich freue mich so für dich …
von Herzen
Doris
Liebe Irene,
ja, Morgenseiten scheiben hat so etwas Lösendes.
Ich schreibe sie leider auch nicht täglich – sondern eher in Phasen, wo ich das Gefühl habe, das etwas klemmt, es nicht fließt und da kommen durch die Morgenseiten oft erstaunliche Perspektiven zutage. Manches greife ich auf anderes bleibt unbeachtet. Ich lese meine Morgenseiten ganz selten, oder gar nicht mehr -aber vielleicht sollte ich einfach mal darin blättern – vielleicht finde ich dann Gedanken, die HEUTE ganz nützlich sind für mich, aber damals noch nicht ihre Zeit war.
Es lohnt sich allemal.
Danke für die Anregung und alles Gute für Dich!
Liebevolle Grüße
RAINBOW
Hallo liebe Irene
ja Morgenseiten schreibe ich immer noch, doch heute in etwas anderer Form. Am Anfang habe ich Morgenseiten geschrieben, damit der Fluss in Gang kam. Wenn es fliesst, öffnet sich das Herz und die Blockaden verschwinden nach und nach. Wahrscheinlich kommt dann der Augenblick, wo wir wieder etwas Neues für uns kreieren – es fliesst alles und es verändert sich alles! Heute schreibe ich oft Dinge auf, über die ich gezielt nachdenken will und über die ich schreiben möchte – also haben heute Morgenseiten ein bestimmtes Thema bei mir.
Wenn ich meine Texte aus mir herausgelassen habe, sind sie frei. Ich lese praktisch nie was nach, denn in dem Moment wo ich es schreibe, ist es Vergangenheit und interessiert mich nicht mehr; ich will ja eine Erkenntnis gewinnen und die ist wichtig um im Jetzt agieren zu können, dazu brauche ich keine Vergangenheit mit mir rum zu schleppen. Aus sich rauslassen heisst loslassen und loslassen ist nichts anderes als es verabschieden – ein schwieriger Lernprozess!
Liebevolle Grüsse
Ursula