Schon gehört – heute sind 35 Millionen im Lotto-Jackpot!
Und – auch einen Lottoschein abgegeben?
Auch dabei unter den vielen, dies sich mit diesem Geld ein Leben in Wohlstand und ewigem Glück versprechen?

Als ich heute in unseren kleinen Lottoladen ging, um einige Kleinigkeiten für meinen Bürokram zu kaufen, platzte der Laden fast aus den Nähten. Die Leute standen Schlange, blockierten die Tür und zahlten alle zwischen 10 und 50 Euro für ihren Traum nach finanziellem Glück ein.

Welche Psychologie steckt da dahinter?
Warum glauben die Menschen, obwohl jeder weiß, dass die Wahrscheinlichkeit eines Hauptgewinns verschwindend gering ist, diesmal könnte es doch mal SIE treffen?
Warum spielen noch mehr Leute Lotto, wenn der Jackpot solche Dimensionen erreicht?
Glaubt man etwa, dass sich damit die Gewinnchancen erhöhen?
Oder ist der Anreiz einfach noch größer, als wenn man „nur“ 1 Million gewinnen kann?

Mit diesen Gedanken im Kopf verlies ich den Laden, als ich eine Freundin traf.
Ihre Tochter war auch gerade dabei, ihren Schein abzugeben, und die meinte noch, das erste, was sie als Gewinnerin tun würde, wäre, den Schein ihrem Chef auf den Schreibtisch zu knallen und sich dann zu verabschieden.

Meine Freundin meinte dann noch, dass sie ihr Geld lieber sparen würde und Lotto nur rausgeworfenes Geld sei, und wir beide lamentierten noch ein Weile über die Psychologie, die dahinter steckt, bis die Tochter mit ihrem Schein wieder aus dem Laden kam.

Für 9,50 Euro das Glück einkaufen – wer will das nicht, und wie schnell jemand seine Meinung ändern kann, erfuhr ich postwendend. „Wie, 9,50 Euro kostet der ganze Schein nur – weißt du was, ich füll doch mal einen aus!“ Ich konnte kaum glauben, dass meine Freundin dies nun tat – hatte sie mir doch eben erst erklären wollen, wie sinnlos Lotto spielen sei. Wir lachten herzhaft über ihre Inkonsequenz und scherzten noch, dass ich in jedem Fall 1 Million abbekommen würde, sollte sie gewinnen!

Es war lustig dort im Lottoladen, und alle Leute waren irgendwie gut drauf.
Wer von den vielen glaubte denn wirklich daran, dieses Geld zu gewinnen?
Und was würden die denn tatsächlich damit anfangen?
Wären nicht die meisten Menschen mit so viel Geld überfordert?
Wie kann jemand, der sonst vielleicht mit 2000 – 3000 Euro lebt oder gar weniger mit einer solchen Menge Geld klar kommen?

Mit diesen Fragen im Kopf macht ich mit auf den Heimweg und dachte, dies könnte ein guter Blogbeitrag sein. Ich bin gespannt auf Eure Kommentare.

Gespannte Grüße von
Irene

3 Kommentare zu „Die Macht des Geldes“

  • YO!
    Da kann ich Dir nur zustimmen, liebe Irene!
    Ich arbeite lieber ein wenig an meinem WebProjekt und verdiene SICHERES Geld damit, als mir stundenlang im Lottoladen die Füße platt zu stehen.
    Ich hab nix gegen Lotto- im Gegenteil!
    Als das noch Online möglich war, hab ich öfter gespielt.
    Immer so um 280 bis 400 Euro gewonnen, da freut man sich schon!
    Aber diesen Jackpot-Hype hab ich nie mitgemacht
    Naja, und seinem Chef die Brocken vor die Füße schmeißen kann man auch OHNE Lotto!
    http://www.netz-einkommen.de/
    liebe Grüße aus Espelkamp
    Andreas G.

  • Ja, kann Euch beiden nur zustimmen. Ist wie im Casino: Es gewinnt nur die Bank!
    Die Wahrscheinlichkeit des großen Gewinns ist so klein. doch wie so oft stirbt die Hoffnung zuletzt. Und so hoffen die Massen und hoffen und hoffen …… und wenn sie nicht gestorben sind, dann hoffen sie auch beim nächsten Jackpot.

    Frohes Schaffen oder was Euch sonst noch so einfällt am Samstagabend
    Monika

  • auch ich kann mit diesen “Glücksspielen” wenig anfangen.
    Irene ich glaub der Satz von dir hat schon was wahres:der Anreiz soviel Geld zu gewinnen ist einfach größer. Man denkt sich”boaaaa wenn ich jetzt nicht spiele, wann dann?so ne Chance kommt nicht sooft”
    bei euch fallen ja sogar u.a Leute aus Polen ein und ich wette auch von anderen Ländern *zwinker*
    wer sich denk ich am meisten freut nah dem glücklichen Gewinner sind auf jeden Fall die Lottostellen :-) )))

    liebe gute Nacht GRüsse für dich
    Babsi

Hier schreibt

Irene Wolk - Architektin + Webdesignerin mit WordPress =Wordpress-Architektin!

außerdem Vorleserin von Geschichten, Leiterin von Video-Lernkursen und Autorin des Buches: "Bin ich jetzt schön?"

Kreativ, positiv denkend und dauerhaft lernfähig.


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