Was ist für dich Weihnachten?
Das ist die Frage einer Blogparade, die DORI angefangen hat.
Mein Verständnis von Weihnachten hat sich in meinem Leben mehrfach verändert.
Als Kind war Weihnachten immer spannend.
Obwohl wir vier Kinder waren, das Geld immer knapp war und wir nur in einem kleinen Fachwerkhäuschen sehr beengt wohnten, habe ich mich immer auf Weihnachten gefreut.
Schon vorher, beim Plätzchenbacken und Haus schmücken kamen die schönen Weihnachtsgefühle auf, und obwohl wir nur ganz wenige Geschenke bekamen, war der Heilige Abend immer etwas ganz besonderes. Wir mussten draußen warten, während mein Vater die Kerzen am Baum anzündete und die Weihnachtsschallplatte auflegte
Wenn die Glocken läuteten, war das unser Stichwort. Wir durften rein, uns den geschmückten Baum ansehen und dann bekam jeder sein Geschenk.
DAS war Weihnachten als Kind für mich.
Dann wurde ich erwachsen, hatte selbst eine kleine Wohnung mit meinem Mann zusammen, und mir war wichtig, die Wohnung zu schmücken und auch einen Weihnachtsbaum aufzustellen. Aber ich schaffte es nie, diese Stimmung, die ich als Erinnerung an meine Kinderweihnachten hatte, herzustellen. Es war anders – dieser Zauber war vorbei.
Als wir unser erstes Kind bekamen, war Weihnachten wieder anders. Der Kleine war knapp ein Jahr, als er zum ersten Mal den Weihnachtsbaum sah. Weihnachten mit kleinen Kindern ist einfach wunderschön. Wir hatten meine Familie dazu eingeladen, und die Hauptperson war natürlich unser Sohn.
Aber auch hier war es wieder ein ganz anderes Gefühl als in meiner Kindheit. Ich habe immer versucht, auch für mich als Erwachsene ein Ritual zu finden, dass ähnlich dem aus meinen Kindertagen ist, aber was ich auch versuchte, es war immer anders. Das hat mich jahrelang frustriert, und es gab auch Zeiten, da konnte ich Weihnachten überhaupt nichts abgewinnen. Wir hetzten von einer Familie zur anderen, verteilten hier die Geschenke und bekamen dort wieder welche zurück.
DAS war die Zeit, als ich Weihnachten nur als großes hektisches Konsumfest und Pflichtveranstaltung empfand.
Seit ein paar Jahren habe ich meinen Frieden mit Weihnachten gemacht. Ich weiß jetzt, dass ich diesen Zauber, den ich als Kind an Weihnachten empfunden habe, nicht kopieren und auch nicht konservieren konnte. Ich bin erwachsen geworden, ich habe über 50 Jahre meines Lebens hinter mir und einige Blessuren und Narben davongetragen. Ich lebe in einer Gesellschaft, die sich auch in diesen 50 Jahren entwickelt hat und nun schaue ich bei mir, wie ich Weihnachten heute erleben möchte.
Heute ist Weihnachten für mich vor allem Zeit zu haben – für meine Familie, meine Eltern und Schwestern und deren Familien. Ich brauche Kerzen, ein gutes Essen und die Gesellschaft meiner Familie, ohne gestresst von einem zum anderen hetzten zu müssen.
Ich genieße es, meine Lieben um mich zu haben, halte alle Abläufe so einfach wie möglich und erfreue mich an diesem Zusammensein.
DAS sind für mich die schönsten Geschenke an Weihnachten…




…..es stimmt der “zufall”:)
er wird nicht mehr so werden wie in unsérer kindheit aber wir können uns doch ein stückchen bewahren.
ich hab mich nun auch in vielen deiner sätze wiedergefunden.auch bei uns war das geld sehr knapp aber meine mutter hatte nur mich einzelkind zu versorgen.mit 4 kindern war es sicher mehr zu spüren für euch…
aber grad an weihnavhten ist es doch wunderschön wieder in den kindlichen zauber zu gehn
lass es dir gutgehn
)
einen lieben zimtduftkerzengruss von Babsi
ps: ich bin wirklich gespannt wie für mich weihnachten in 20-30 jahren wird.ob ich es mir so wie jetzt bewahren kann?
Liebste Irene,
ich danke Dir für diesen schönen Beitrag, der meine kleine Blogparade sehr bereichert.
Alles Liebe für Dich, Du Strahlefrau,
Dori
[...] Irene [...]
Wie sind doch all diese Geschichten so verschieden und haben doch so viel gemeinsames.
Liebe Grüsse zentao
Hallo Irene,
ich bin bei der Durchsicht der Zwischenbilanz von Dori’s Blogparade hier gelandet. Dabei hier auf einen interessanten, sehr persönlichen Beitrag gestoßen. Und auf ein schönes Weblog.
Herzliche Grüße aus WI nach KS,
Michael
[...] Irene [...]
[...] Irene [...]