blume

Meine Lieben, ich freue mich, dass ihr mich mit euren Kommentaren begleitet. Ich bin unendlich dankbar dafür, denn so weiß ich, dass ich nicht allein bin und immer auch Rückmeldungen bekomme, die mir bei der Entscheidungsfindung helfen. 

Ich habe außerdem noch zwei ganz liebe Freundinnen, mit denen ich immer reden kann und zum Glück einen Mann an meiner Seite, der meine berufliche Findungsphase mitträgt. Ohne diese Unterstützung wäre ich ziemlich überfordert mit der ganzen Situation – so aber kann ich auch diese schwierige Phase meistern.

 

Ich habe mir jetzt eine Art Probezeit verordnet – bis zum Ende des Monats werde ich schauen, ob sich dieser Beruf wirklich zu meiner Leidenschaft entwickeln kann. Parallel dazu schaue ich aber auch nach anderen Möglichkeiten. Ganz ausgeträumt habe ich den Traum vom Webmaster auch noch nicht – auch da müsste ich mich und mein Produkt zwar verkaufen, aber ich könnte gleichzeitig auch kreativ arbeiten. Die Kreativität fehlt mir beim Immobilienjob total. Die meiste Zeit verbringt man dort am Telefon, ruft Interessenten an und macht Termine für Objektaufnahmen oder Besichtigungen. Für mich ist das total ermüdend und ich habe am Ende des Tages das Gefühl, eigentlich nichts richtiges geschafft zu haben, bin aber trotzdem total erledigt. Ist eine neue Erfahrung für mich und ich frage mich, ob es wirklich das ist, was ich wollte.

Die andere Problematik ist, dass es auch ein Rechenexempel ist, ob dieser Job auf Dauer den gewünschten Gewinn abwirft. Nach der vorgegebenen Provisionsregelung müsste ich schon 2 Häuser oder Wohnungen im Monat verkaufen, um ein ansprechendes Einkommen zu erzielen. Hochgerechnet aufs Jahr sind das 24 Häuser – das scheint mir nicht sehr realistisch. Ein Haus kauft man schließlich nicht wie einen Kasten Bier – das sind Lebensentscheidungen und die machen sich die Leute nun mal nicht leicht – würde ich ja auch nicht tun.

 

Ein weiterer Punkt ist die Situation im Büro. So nach und nach erfährt man auch ein paar Hintergründe. Demnach gab es dort eine hohe Fluktuationsrate – ständig haben die Mitarbeiter gewechselt und mussten durch neue ersetzt werden. Waren das immer die falschen Leute? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, die haben halt auch nur gerechnet und sich dann entschieden zu gehen.

 

Die Büroräume sind leider sehr chaotisch und lieblos. Überall stapelt sich Akten oder Zeitungen, die Wände brauchen dringen einen Anstrich und im Bad fallen die Fliesen von der Wand. Keiner hat ein Bestreben, es sich dort angenehm einzurichten – für  mich ist es jedoch lebenswichtig, einen angenehmen, ordentlichen Arbeitsplatz zu haben und kein Provisorium – ich habe da ein richtiges Problem mit.

 

Ein richtiges Miteinander gibt es nicht. Jeder arbeitet für sich. Man hat zwar eine Kundenkartei und arbeitet über ein Netzwerk zusammen – aber das allein macht ja keine Zusammenarbeit aus. Man ist Konkurrenz – jeder ist auf den eigenen Abschluss fixiert, man teilt sich nur die Räumlichkeiten. Brauche ich das? Fahre ich dafür jeden Morgen x Kilometer, um in so einer Atmosphäre zu arbeiten? Was habe ich davon? Was habe ich von so einer Zusammenarbeit?

 

Das sind alles Punkte, die gegen diesen Job sprechen – und doch will ich nicht zu schell aufgeben, eine Entscheidung aber auch nicht zu lange aufschieben. Ich denke, ich werde am Ende des Monats wissen, was zu tun ist. Ist strecke auf jeden Fall meine Fühler aus und suche nach neuen Ideen.

 

Eines ist jedenfalls klar – den Absprung aus dem schlechtbezahlten Bürojob, den habe ich geschafft und ich bin zuversichtlich, dass mir auch Lösungen für meinen weiteren Weg einfallen werden.

 Ich bin froh, dass ich dies heute schreibe, denn gestern war meine Stimmung eine viel traurigere. Aber eine schlaflose Nacht und das Abwägen von verschiedenen Ideen haben mir heute eine positivere Sichtweise beschert. Never give up – danach lebe ich ich!

5 Kommentare zu „Wie es weiter geht…“

  • Marion:

    Liebe Irene,
    ich habe gerade deinen Kommentar gelesen und bin berührt.
    Ich habe tatsächlich den Eindruck, dass du genau weißt, das das Imobiliengeschäft nicht wirklich dein Thema ist.

    Woran liegt es, dass du nicht mit deiner eigentlichen Leidenschaft arbeitest?

    Wenn du magst, lass uns nächste Woche mal dazu telefonieren.
    Wenn du mir eine Mail schickst, bekommst du meine Tel.Nr.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall ein schönes Wochenende und schicke dir l
    liebe Grüße
    Marion (mariondi)

  • Irene:

    Irene,
    ich habe Deine Blog gelesen, und ich denke das Mäuselager, daß Du gefunden hast, hat nur faulen, verschimmelten Käse. Ich glaube, Du mußt Dich erneut auf die Suche machen. Zumindest kommt es mir so vor. Der Grund warum Du diese neue Herausforderung angenommen hast, war ja nicht ein rein finanzieller – überlebensnotwendiger.

    Ich habe das Gefühl, daß das Ziel (Anzahl Häuser & Wohnungen um profitabel zu sein) eine „mission impossible“ ist, daß das Betriebsklima nicht das ist, dass Dir die Änderung im Leben bringt, die Du Dir gewünscht hast. Und die Aufgabe an sich scheint auch suboptimal vs. Deinen Träumen, Wünschen und „aspirations“ (weiß gerade nicht was das in Deutsch heißt) bzgl. Deines beruflichen Lebens zu sein.

    Harre nicht zu lange aus, denke an die Mäusestory. Suche nach einem neuen Käselager. Gebe Dich nicht mit dem faulen, verschimmelten und auch nicht aussreichenden Käse in diesem Lager zufrieden.

    Meine Telefonnr. findest Du im Telefonbuch von Lohfelden. Ich bin am Sonntag /Montag im Wellness -meine regelmässige Auszeit um etwas für MICH zu tun. Aber ab Dienstag wieder im Homeoffice.

    Bleib nicht zu lange im Tief, Du bist eine so tolle Frau, mit so vielen Fähigkeiten, mach Dinge nur wenn Du sie auch wirklich willst.

    Lalowuma ist der Name den ich aufgrund Deines Mottos gewählt habe, jetzt sage ich zu Dir, Lass los was Dich unglücklich macht. Oder versuche zu sehen und empfinden, was Dich daran glücklich oder zumindest NICHT UNGLÜCKLICH macht.

    Irene

  • Huhu Irene,

    warum habe ich nur das Gefühl, Du hast Deine Entscheidung schon längst getroffen? Und sie ist richtig.

    Dieser Job war die Hilfe, die Du gebraucht hast, um Dich von dem alten Bürojob zu trennen. Das hast Du geschafft. Nun mach den nächsten Schritt.

    Liebe Grüße
    Beate

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Irene Wolk - Architektin + Webdesignerin mit WordPress =Wordpress-Architektin!

außerdem Vorleserin von Geschichten, Leiterin von Video-Lernkursen und Autorin des Buches: "Bin ich jetzt schön?"

Kreativ, positiv denkend und dauerhaft lernfähig.


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