Eben habe ich in einem meiner abonnierten Newsletter gelesen, dass Tagebuch schreiben wie das Fotografieren mit dem Bleistift ist. Ich denke, das trifft es sehr gut. Wie wir beim Fotografieren Momente in Bildern festhalten, tun wir das beim Schreiben, indem wir unsere Gedanken durch den Stift zu Papier bringen.
Als Jugendliche habe ich sehr regelmäßig Tagebuch geführt Wenn mir diese Bücher heute in die Finger fallen, ist es total spannend, welche Gefühle und Gedanken ich zu jener Zeit hatte. Als Erwachsene habe ich dann lange Zeit überhaupt nicht mehr geschrieben, bis ich 2006 mit dem Blog schreiben begann. Später habe ich mir dann die Mühe gemacht, alle meine Beiträge in eine Word-Datei zu kopieren und das war schließlich die Grundlage für mein Buch.
Heute habe ich mir zusätzlich noch ein kleines Büchlein angeschafft, in das ich per Hand schreibe. Dort hinein kommen spontane Ideen, Dinge, für die ich dankbar bin oder einfach etwas, was ich nicht vergessen möchte. Das Geschriebene lässt sich dort ebenso wenig entfernen wie bestimme Phasen meines Lebens und es wird mich erfreuen, das später noch mal nachzulesen und sich auch meiner persönlichen Entwicklung bewusst zu werden, auch wenn es vielleicht Ereignisse sind, die mich aktuell vielleicht traurig gestimmt haben.
Ich weiß, dass es jetzt Menschen geben wird, die meinen, es bringe nichts, in die Vergangenheit zu schauen – nur die Gegenwart zählt und wenn, dann mache ich mir Gedanken über meine Ziele und Wünsche und schaue eher in die Zukunft. Für mich aber sind diese Aufzeichnungen ein wichtiger Bestandteil in meinem Leben – daran kann ich ablesen, wie mein Leben verlaufen ist und welche Entscheidungen welche Reaktionen hervorgerufen haben.
Mich würde interessieren, wie ihr darüber denkt.
Wer Blog schreibt, schreibt ja auch ein Tagebuch, aber doch eher öffentlich.
Schreibt ihr daneben auch noch ganz privat?
Ich freue mich auf die Diskussion mit euch…



Hallo Irene,
gerade erst vor ein paar Tagen bin ich über das hier beim Aufräumen und Entmisten gestolpert. Nach dem Eintrag fand ich noch viel mehr und ältere “Tagebücher”. Es sind keine Tagebücher im eigentlichen Sinn, sondern Taschenkalender für jeweils ein Jahr. Ich achte immer darauf, dass eine Seite für einen Tag vorhanden ist, so reicht das prima für stichwortartige Einträge.
Ich finde diese Rückblicke sehr aufschlussreich und bin manches Mal erstaunt, in welche Richtung ich mich (durch die Erlebnisse?) entwickelt habe.
Im Blog ist das zwar auch so etwas wie ein Tagebuch, aber doch lange nicht so ausführlich und vor allem, lange nicht so offen. Mein Innerstes halte ich schon bewusst (meistens) hinterm Berg
Einen schönen Freitag wünsche ich dir. Vielleicht liest man sich ja im Twitter oder weiterhin im Blog
Alles Liebe von Maksi
Guten Morgen liebe Strahlewolke
ja auch ich habe als kind tagebuch geschrieben.heute kann ich mein gekrixeltes nur mehr mühevoll entziffern aber es waren spannende phasen.werde wohl mal wieder reinschnuppern
dann war ne zeitlang pasuse…bis ungefähr 2002….ich wollte unbedingt wieder schreiben nur wollte ich keine tagebücher mehr in dieser form.mein damahlíger bester freund richtete mir dann eine asp seite ein in der ich alles niederschreiben konnte.wenn ich einmal beim schreiben war konnt ich nicht mehr aufhören.
))
heute hab ich eine php seite die auf meinem server liegt.da kann ich datum,titel und eben meine sachen reinschreiben.
ich finde es einfach erlösend,seime gedanken fließen zu lassen…
denn auch wenn man blog schreibt gewisse sachen will man ja doch für sich behalten oder??:))
im übrigen, so ein buch wo ih alles reinschreib, worüber ich dankbar bin und mich freue habe ich auch, da halte ich auch sachen fest die mich sehr positiv geprägt haben…und sei es nur eine besonders liebe karte von jemanden
auch wenn es in der vergangenheit gewesen ist, wenn es mir mal besch… geht, dann lese ich sehr gern darin und merke oft”halt, da gibt es doch so viele schöne sachen in meinem leben”
es hilft mir, dass ich wmir wieder bewußter werde
))
Liebe Regengrüße zu dir
)
Babsi
Tagebuch ist für mein neues Leben 2.0 total wichtig und aus dem Grund schreibe ich Blog – einfach als Tagebuch
Lieben Gruß
Lutz Balschuweit
Hallo Irene,
JA, ich schreibe auch Tagebuch … schon viel viel länger als meinen Blog …
und manchmal Briefe, die ich nie abschicke – und dann gibt es noch phasenweise, nicht ganz regelmäßig, die “Morgenseiten” … Schreiben ist, neben Fotografieren und Malen/Zeichnen, eins meiner Ventile
Als Kind/Jugendliche habe ich, meist nur stichpunktartig in Taschenkalender, über eine lange Zeit, geschrieben. Einige Jahre später war es auch für mich sehr interessant zu lesen, was ich erlebt und dabei gefühlt habe …
Heute ist es meist ein “von-der-Seele”-Schreiben, ein Reisetagebuch (worin ich gerne viel öfter schreiben würde
Liebe Grüße
Sabine
Hallo Irene,
ich schreibe auch regelmäßig Tagebuch. Vor einiger Zeit habe ich festgestellt, dass ich vor allem dann schreibe, wenn es mir nicht so gut geht. Das fand ich irgendwie schade, denn es gibt auch sehr viele schöne und glückliche Momente in meinem Leben.
Deshalb habe ich neben dem Tagebuch nun auch ein Dankbarkeitsbuch. Da kommen außschließlich postive Dinge rein und wofür ich tagtäglich dankbar bin. Mittlerweile ist das eine schöne Abendroutine und egal wie der Tag lief, es ist ein versöhnlicher Abschluß.
Liebe Grüße
Veronika
Ich begann mit dem allgemeinen Schreiben so mit etwa 13 Jahren,also schrieb erste Märchen.Als ich mich auf Partnersuche begab,notierte ich viel,fast alles.Und ganz extrem wurde es,als ich 1992 mein Kind bekam,die Zeit danach sollte mir nur Freude bringen,dem war aber nicht so,aber ich schrieb weiter,druckte aus und nahm es später mit,als ich den Vater des Kindes verlassen konnte,endlich.Alte Tagebuchnotizen können nach so langer Zeit zwar noch belasten,aber ich schreibe parallel auch über mein heutiges besseres Leben.Tagebuch schreiben macht mich nicht krank,im Gegenteil:hat mich immer aus Krisen gestärkt rausgebracht,habe im Internet 2 Seiten,wo ich nur Tagebuch schreibe.Man lernt, sich selbst besser zu verstehen! Liebe Grüße von mir hier