Köln ist nicht gerade ein Reiseziel, dass mit der Bahn zu erreichen Spaß macht. Während es Verbindungen nach Hamburg, München, Stuttgart und Berlin ohne Umsteigen gibt, geht nach Köln nicht ein einziger Zug, der durchgeht.
Meine Rückfahrt geht über Frankfurt – dort habe ich 10 Minuten, um in den letzten Zug nach Kassel einzusteigen. Wenn alles planmäßig läuft, ist das auch zu schaffen, aber ich merke, dass ich Angst habe, der Zug könnte Verspätung haben und ich meinen Anschlusszug nicht erreichen. Das ist mir nämlich letztes Mal in Köln passiert – aber da hat der Zug nach Kassel auf mich gewartet. Daher versuche ich mich zu beruhigen und bleibe einigermaßen locker.
Glücklicherweise kommt mein Zug pünktlich in Köln los und ich sitze entspannt auf meinen Platz, breite meine Bücher, mein Abendbrot und meine Taschen großzügig aus, denn der Zug hat Platz und so habe ich eine Sitzreihe für mich alleine. Ich lese in meinem Buch weiter und freue mich, dass ich das jetzt tun kann und nicht irgendwo auf der Autobahn unterwegs bin. Zugreisen sind ja durchaus entspannender als Autofahrten…
OK – ich bleibe genau so lange ruhig und locker, bis die Durchsage kommt, dass der Zug wegen einer Baustelle eine andere Strecken fahren muss und damit 30 Minuten später in Frankfurt ankommen wird.
Hey – und wie soll ich da den Zug nach Frankfurt erreichen????
Ich merke, wie mich Panik überfällt. Auf keinen Fall will ich die Nacht in Frankfurt verbringen. Ich will nach Hause, in mein Bett!!!
Aber ganz ruhig Irene – wie war das mit dem positiven Denken? Erinnere dich!!!
OK – also gehe ich in mich und schicke einen innigen Wunsch ans Universum:
Ich schlafe heute Nacht in meinem eigenen Bett – irgendein Zug wird in Frankfurt auf mich warten!
Einigermaßen ruhig geworden lese ich in meinem Buch weiter – schließlich nützt es gar nichts, die nächsten Stunden Panik zu schieben. Ich sitze nun mal in diesem Zug und in Frankfurt sehen wir weiter.
In Frankfurt angekommen, suche ich erst mal den Service-Point – dort sollen sich Reisende nach Kassel oder Hannover melden. Ich sage, dass mein Zug weg ist und ich aber nach Hause möchte. Erst wird überlegt, ob man mir ein Taxi zahlt, aber da ich wohl die einzige bin, die nach Kassel will, wäre das zu teuer. Aber es gibt noch einen Regionalzug nach Fulda – den soll ich nehmen und von dort gibt es dann einen Taxigutschein nach Kassel.
Wie war das mit dem Wünschen? Irgendein Zug wartet auf mich
Wunsch erfüllt – aber so hatte ich mir das eigentlich nicht gedacht. Diese Zug braucht ewig bis Fulda und dann sind es immer noch 100 Kilometer mit dem Taxi von dort. Bis ich zuhause bin, wird es morgens sein! Also das mit dem Wünschen muss ich noch üben.
Irene – etwas genauer bitte das nächste Mal!
OK – wieder meinen positiv-denken-Modus aktiviert, mir’s im Regionalzug bequem gemacht und weiter gelesen. Was hätte ich auch sonst tun können – jammern gilt nicht.
In Fulda habe ich dann das erste Taxi in der Reihe genommen und den Fahrer gebeten, ob er mich auch bis zu meinem Heimatort fährt. Der Schein galt ja nur bis Kassel – ich wohne aber noch ca 12 Kilometer davon entfernt. Der Fahrer war aber nett und meinte, das wäre kein Problem.
Die 100 Kilometer nachts über die Autobahn zu fahren hat mir keinen großen Spaß gemacht. Es war voll, viele LKW’s waren unterwegs und der Fahrer ist manchmal ganz schön schnell gefahren. Ich war einfach total müde, aber trotzdem auf einem hohen Energielevel und so zählte ich immer die Kilometer, sobald wir an einem Hinweisschild vorbei kamen. Der Fahrer war Türke oder so und sprach nicht viel. Aber er setzte mich nach etwa einer Stunde wohlbehalten vor meiner Haustür ab.
Er meinte noch, was für ein schönes Haus wir hätten, und obwohl ich ja den Taxischein von der Bahn hatte und eigentlich nichts bezahlen musste, gab ich ihm noch 10 Euro Trinkgeld, weil er dafür gesorgt hatte, dass ich jetzt endlich zuhause war und doch noch in meinem Bett schlafen konnte.
Obwohl ich erst nach 2 Uhr im Bett war, bin ich wie immer um 6 Uhr aufgestanden, und den ganzen Tag war ich immer noch auf diesem hohen Energielevel, den ich durch dieses Wochenende erreicht hatte. Ich wurde auch Mittags nicht müde, sondern bin bei schönem Wetter spazieren gegangen und habe alles noch mal revue passieren lassen.
Ich bin sicher, durch dieses Wochenende den noch notwendigen Schubs bekommen zu haben, um die im Seminar erarbeiteten Ziele zu verwirklichen. Und die Heimreise hat mir gezeigt, dass ich auch durch solche Situationen gehen kann, dass ich auch das schaffe und das Selbstvertrauen einer erwachsenen Frau habe und nicht das eines ängstlichen, schüchternen kleinen Mädchens.
Ich bin gewachsen an diesem Wochenende – und das macht mich dankbar und glücklich.



liebe irene
nun war ich am überlegen auf welchen beitrag ich nun antworten soll.das seminar war zu ende mit deinem sonntagsbericht.doch halt nein eigentlich erst hier denn bei deiner heimreise die ja echt eine odysee war konntest du gleich praktisch üben
))ich gerate bei solchen situationen auch schnell in panik aber du hast es ja geschafft
))))
dieser emotionsradierer liest sich ja klasse an!!ich hatte mal sowas ähnliches.bei mir waren es bänder die mich mit personen verknüpfen und es ging darum die bänder in liebe loszulassen die mich mit personen verbinden bei denen ich eine abhängigkeit empfinde.danach fühlte ich mich auch ganz anders.
hab mir nun deinen bericht 3mal durchgelesen um es richtig wirken zu lassen und merk beim lesen schon dass es für dich sehr intensiv gewesen ist und du viel für dich mitnehmen konntest.das freut mich und wünsche dir für das was du nun umsetzt alles gute
viele liebe grüße sendet dir
babsi
ps: und hier auch noch EINMAL ein schönes neues design und vor allem theme
Ein sehr schöner neuer Spruch da oben und so ein Radiergummi sollte jeder haben
Liebe Grüße
Sylvie
Hallo Irene,
André Loibl von “Change now” hat einen Blogbeitrag über das Gedankendoping-Seminar geschrieben. Ich habe ihm einen Link von Deinem Blog geschickt.
Liebe Grüße
Udo
hier ergänzend der Link zu Andrés Blog:
http://changenow.de/149/gedankendoping-eugen-simon-hakenspiegel-tv-energie-quickie/
http://www.chakrablog.de/2008/11/06/herzlichsten-dank/
Hallo liebe Irene,
ich habe Dir einen Award verliehen.
Viele liebe Grüße
Dori