Das Wochenende vom 17. Oktober bis 19. Oktober habe ich Köln verbracht. An jenem Wochenende veranstaltete Eugen Simon sein Gedankendoping-Sprungbrett-Seminar.
Dieses Seminar fand in diesem Jahr bereits mehrfach statt. Schon im April wollte ich es besuchen, aber leider klappte es nicht, weil meine Schlafmöglichkeit in dieser Zeit nicht zur Verfügung stand.
Wird seine Gründe haben, warum ich eben jetzt erst an diesem Seminar teilnehmen sollte. Mittlerweile traue ich dem Universum alles zu.
Nach Köln zu fahren, und das mit der Deutschen Bahn, ist zumindest von Kassel aus nicht unbedingt ein Vergnügen. Für diese relativ kurze Strecke ist man lange unterwegs, und man ist schneller in München als in Köln.
Für mich haben mehrere Gründe dafür gesprochen, diese unangenehmen Begleiterscheinungen in Kauf zu nehmen.
1. ich hätte die Möglichkeit, bei einer lieben Xing-Bekanntschaft zu übernachten
2. ich musste nur die Kosten für die Fahrt aufbringen
3. ich konnte Marion, meine Xing-Bekanntschaft wieder sehen
4. das Seminar selbst kostete nur 1 EURO
Wann bekommt man sonst mal so eine Möglichkeit, sich von einem Profi coachen zu lassen? So eine Gelegenheit muss man einfach ergreifen, vor allem dann wenn man wie ich, den Erfolg und die Veränderung sucht und dabei Hilfestellung braucht.
Also machte ich mich am Freitagmittag mit meiner Reisetasche auf den Weg. Ich nahm die Straßenbahn nach Kassel zum Bahnhof und freute mich auf dieses Wochenende.
Irgendwann auf dieser Strecke muss dieser Mann eingestiegen sein, der mich dann fortwährend anlächelte. Ich schätze ihn auf zirka 60 Jahre, lange graue Haare, Brille, ein großer schwarzer Hut, und dazu Jeans und Turnschuhe. Irgendwie ein schräger Vogel, aber nicht unangenehm. Ebenso aber überhaupt nicht mein Typ.
Als positiv denkender, freundlicher Mensch habe ich natürlich freundlich zurück gelächelt. Allerdings habe ich auch oft wegsehen müssen, eben weil er mich so intensiv angesehen hat. Natürlich stieg er auch am Bahnhof aus. Er sprach mich an und meinte, ich hätte eine so fantastische Ausstrahlung und ob ich nicht mal 10 Minuten Zeit für ihn hätte. Ich sagte ihm, dass mein Zug gleich fährt, doch er meinte, ob er mich dann vielleicht später mal treffen könnte. Ich sagte ihm, dass ich das nicht wolle, woraufhin er wenigstens meinen Namen wissen wollte. Ich sagte ihm, dass ich Irene heiße und nun aber los müsste.
Sofort waren in meinem Kopf die Stimmen, die Vorsicht riefen. Lass dich nicht von fremden Männern ansprechen. Andererseits war da ein Gefühl der Freude, dass jemand meine Ausstrahlung so positiv erlebt. Ich habe im Zug noch lange über diese kleine Episode nachgedacht, mich aber dann meinem Buch hingegeben.
„So denken Millionäre“ vom T.Harv Eker ist wirklich ein ganz erstaunliches Buch und jeder, der irgendwie Probleme mit seinen Geldbewusstsein bzw. seinem Verhältnis zum Reichtum hat, wird darin ganz viel finden, was ihm beim erkennen hilft.
In Hagen musst ich umsteigen in den Zug nach Köln, und von dort in die S-Bahn nach Langenfeld. Denn dort wohnt Marion. Sie und ihr Mann holen mich am Bahnhof ab, und wir lassen den Abend bei leckeren Käse, Brot und Rotwein ausklingen.
Fazit: 6 Stunden unterwegs, 4 x Umsteigen, ein zur Hälfte gelesenes Buch und am Ende liebe Menschen, die mich freundlich empfangen. Bis hierher hat doch alles super geklappt, und ich freue mich auf Samstag, wenn es mit dem Seminar losgeht.



Bin gespannt, wie’s weiter ging.