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Bis vor zwei Jahren habe ich nie einen Jahresrückblick geschrieben, auch gedanklich nicht. Klar hatte ich immer mal wieder einige gute Vorsätze, aber so richtig ausformuliert auf den Punkt gebracht hatte ich das vorher noch nie.

Aber dann kam der 31. Dezember 2006. Ich hatte einige spannende Monate hinter mir, in denen ich viel erlebt, viel erkannt und viel über mich gelernt hatte. Das Blog schreiben hatte viele Dinge zu Tage gebracht und eine Veränderung ausgelöst, auf die ich sehr stolz war. Ich war glücklich am Ende dieses Jahres und freut mich auf das, was im neuen Jahr 2007 passieren würde.

Allerdings musste ich am Ende des Jahres 2007 feststellen, dass ich auf den ersten Blick nirgendwo angekommen war. Ich nannte es gar das Jahr, das es gar nicht gegeben hat, und der Jahresrückblick dieses Jahres war dann sehr verhalten, sehr selbstkritisch und enttäuscht. Was mir gefehlt hatte, war eine klare Zieldefinition gewesen und so war ich in diesem Jahr zwar nicht untätig, aber nicht sehr produktiv und hatte an den wichtigen Eckpunkten meines Lebens nichts wesentliches verändert.

Dann begann mein Jahr 2008!
Ich begann es in meinem Blog mit den folgenden Worten

Happy New Year
Da ist es also, das Neue Jahr 2008!!!

Was wird es mir wohl bringen?
Werde ich meine Ziele erreichen?
Wo werde ich am Ende dieses Jahres stehen?

Das sind die Fragen, die mich beschäftigen, aber ich werde einfach einen Schritt nach dem anderen machen, mich zwar nicht hetzen lassen, aber auch nicht unbeweglich bleiben.

Happy New Year – mein Jahr der Veränderungen!!!

Ich war im Dezember arbeitslos geworden, hatte schon meinen ersten Termin bei der Arbeitsvermittlung hinter mir und war mit meiner Freundin Sigrid den Silvesterlauf mitgelaufen. Dieser Lauf war für mich wie ein Symbol für das vor mir liegende Jahr, denn ich wollte meine Zeit vom letzten Jahr verbessern und habe läuferisch alles aus mir rausgeholt, was möglich war. Sigrid nennt es noch heute den Startschuss für die so lange erträumte berufliche Veränderung – sie wusste viel eher als ich, dass ich dieses Jahr genau dafür nutzen würde.

Ich schrieb Bewerbungen, besuchte Seminare über die Nutzung von Netzwerken und befasste mich endlich ernsthaft mit dem Gedanken, aus der Arbeitslosigkeit und dem unliebsamen Nebenjob herauszukommen und beruflich das zu machen, was meinen Neigungen und Talenten entspricht.

Zu Beginn war ich jedoch immer noch zu stark auf mein eigentliches Berufsbild fixiert, und so bewarb ich mich bei vielen Immobilienbüros. Ich hatte die Vorstellung, dass diese Tätigkeit noch am ehesten meinem erlernten Beruf gleiche und ich dort mein Wissen aus dem Architekturbereich gut anwenden konnte. Bereits nach wenigen Wochen hatte ich die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch, das sehr positiv verlief und mir zum ersten Mal wieder Mut machte. Und so kam es, dass ich schon ab März dort beginnen konnte.

Ich war glücklich – endlich war da Bewegung in Sicht, endlich raus aus der Arbeitslosigkeit und weg vom Bürojob. Ich musste mich schnell entscheiden, was mir schwer fiel, aber ich ging das Risiko ein und sagte zu.
Die Ernüchterung kam ziemlich schnell. Das Büro war in einem renovierungsbedürftigen Zustand, was meinem Architektenauge sofort auffiel. Der Frau, die mich einarbeiten sollte, war ich lästig. Sie war immer mehr mit ihren eigenen Sachen beschäftigt und hat mich oft mir selbst überlassen. Aber das schlimmste war, dass mir der Job überhaupt keinen Spaß machte und auch finanziell nicht das hielt, was man mir anfangs versprochen hatte.

Bereits nach zwei Wochen stand für mich fest – DAS ist es definitiv nicht!
Zum ersten Mal wusste ich ohne langes Zaudern und rumdenken, dass ich hier falsch war, dass das nicht das ist, was ich zukünftig dauerhaft tun wollte. Entgegen allen Ängsten, was denn danach kommen würde, habe ich den Job also wieder aufgegeben.

Heute im Rückblick weiß ich, dass es die richtige Entscheidung für mich war. Ich bereue nichts. Was sich daraus entwickelt hat, ist viel besser – Plan B hat funktioniert. Aber es ging natürlich nicht ohne Höhen und Tiefen. Das Geld war mehr als einmal knapp, aber ich lernte, besser mit solchen Situationen umzugehen, ich kam in Kontakt mit Motivationsbüchern, Websites und Foren mit dieser Thematik, ich lernte das wünschen wieder und auf mich zu vertrauen.

Einen sehr großen Einfluss auf die weiteren Entwicklungen hatte meine Mitgliedschaft bei XING – einem Unternehmernetzwerk, wo sich jeder anmelden und Kontakt zu anderen Netzwerkern aufbauen kann. Hier lernte ich Menschen kennen, die mich motivierten, die sich noch intensiver mit der Macht der Gedanken und unserem Handeln danach beschäftigten, die motiviert waren und sind und die den Austausch untereinander genauso schätzen wie ich. Das war genau das, was ich brauchte, denn auch mein erster Websiteauftrag kam über XING und zog andere nach sich.

Einige Xing-Kontakte habe ich sogar persönlich kennen gelernt, denn 2008 war für mich auch das Jahr des Reisens. Ich war in Stuttgart, nur um einige Forenkollegen aus dem Architekturbereich zu treffen, ich war in Köln, um im Juli mittags vor dem Dom einen riesigen Eisbecher zu essen oder im Oktober ein Wochenend-Seminar zu besuchen.

Ich war im Oktober eine Woche im Urlaub an der Ostsee und habe die Gelegenheit genutzt, Georg, einen sehr lieben Xingkontakt und seine Familie kennen zu lernen und ich gönnte mir ein wunderschönes Erholungswochenende in Hofgeismar, um endlich den „Blick für das Wesentliche“ zu erlangen.

Das Jahr wurde spannender, je mehr es dem Ende zu ging, und so habe ich den aktivsten Monat tatsächlich im Dezember erlebt, als ich so viel Zuspruch zu meinem Adventskalender erhielt und am Ende sogar noch mehrere Angebote für Websites schreiben durfte.

Ich habe in diesem Jahr so viele liebe Menschen kennen lernen dürfen, ich habe stundenlange Telefonate geführt, über Skype kommuniziert und unendliche viele Mails hin- und her geschrieben. Ja, dieses Jahr war aktiv und hat mich endlich auch beruflich in die richtige Richtung geführt. Dafür bin ich sehr dankbar.

Vor einigen Tagen hatte ich mir noch eine lange Liste gemacht, die ich bis Ende des Jahres abarbeiten wollte. Ich hatte mich dabei wohl überschätzt, denn leider sind nicht alle Punkte abgehakt. Am Wichtigsten war mir, mein Buch (ja, es wird ein Buch von mir geben….) auf den Weg zu bringen, aber dazu fehlte mir in diesem aktiven Monat einfach die nötige Ruhe. Es jetzt auszuhalten, dass es eben nicht ganz fertig geworden ist, ist für mich eine schwere Übung, aber auch die werde ich meistern und es eben im Januar fertig stellen. So wird es eben nicht der krönende Abschluss dieses Jahres, sondern der positive Beginn des Neuen Jahres.

Ich habe meine Wünsche für das Jahr 2009 alle auf eine Himmelslaterne geschrieben und werde diese heute Nacht steigen lassen.

Ich freue mich auf ein neues Jahr voller Gesundheit, Liebe und Wohlstand, voller Kreativität, Erfolg und Glück.

Wie auch Dori heute in ihrem Blog schrieb, schicke auch ich euch einen dicken, warmen Sonnenstrahl von meinem Herzen in das eure…

4 Kommentare zu „Mein persönlicher Jahresrückblick auf 2008“

  • Hallo du Strahlewolkerl :-D
    wooooooooow was für eine tolle Zusammenfassung.Toll!!!Wieviel sich in dem Jahr so getan hat wird einem so richtig bewußt beim zusammenfassen :)

    ICh hab mich in einigen Situationen wiedererkannt.Den Punkt denn du im März hattest…ohne an Folgen zu denken zu sagen DAS IST NICHT MEINS…war bei mir im Somme.Ich hatte mich dann noch gegen einige durchzusetzen, was für mich sehr schwer war, da ich ja immer gemacht habe,was andere gut für mich gefunden haben…aber der größte Kampf war eindeutig, mir selber zu erlauben auf mein Gefühl zu hören.

    lange Rede und ich schweife ab: 2008 hast du wirklich viel erreicht auf dass du voller Stolz zurückblicken kannst..und auf das was kommt.
    DU SCHAFFST ES :) und ich freu mich dich weiterhin “mit zu verfolgen”:)

    ganz ganz liebe Grüsse

  • Kurt:

    Liebe Irene, du bist einer meiner Lieblingskontakte bei XING. Mögen alle deine Wünsche in Erfüllung gehen.
    Taten entstehen aus Gedanken, deswegen hast du die allerbesten Aussichten.
    Mit den Zeichen meiner LOLA-Gruppe wünsche ich dir:
    LOSLASSEN
    LIEBE
    AKTION
    Liebevolle Grüsse
    Kurt

  • @ Babsi
    Danke meine Liebe – das ist soooo lieb von dir.
    Ich bin sicher, auch du wirst dort ankommen, wo du hin willst. Manchmal braucht es eben ein paar Umwege.

    Ich weiß, du bist auf dem richtigen Weg – ich freue mich, auch in diesem Jahr diesen mitzuverfolgen.

    Alles Liebe
    Irene

  • @Kurt
    Das hast du total lieb gesagt – DANKE!
    Ich freu mich, einer deiner Lieblingskontakte zu sein – das sit doch eine nette Auszeichnung :-)

    Viele liebe Grüße an dich von
    Irene

Hier schreibt

Irene Wolk - Architektin + Webdesignerin mit WordPress =Wordpress-Architektin!

außerdem Vorleserin von Geschichten, Leiterin von Video-Lernkursen und Autorin des Buches: "Bin ich jetzt schön?"

Kreativ, positiv denkend und dauerhaft lernfähig.


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