Am Sonntag haben wir etwas länger Zeit, da wir von Marions Mann nach Köln gefahren werden. Wir gönnen uns ein gemütliches Frühstück und kommen daher ganz entspannt in der Kölner Flora an.

Der Saal füllt sich langsam, aber einige Plätze bleiben auch leer. Das Seminar gefällt nicht jedem und auch wir merken, dass die „Werbeblöcke“ immer häufiger kommen. Ich bin zwar meiner finanziellen Blockade auf die Spur gekommen, und gerade dann wäre z.B. ein Seminar mit dem Titel „Der doppelte Millionär“ wohl gerade das richtige für mich, aber ein Preis von knapp 4.500 Euro für 5 Tage Intensivseminar lassen mich dann doch zusammenzucken. Alle Seminare gibt es an diesem Wochenende für die Hälfte, wenn man sich eben gleich entscheidet, aber selbst dieser Preis ist für mich in meiner jetzigen Situation einfach nicht meine Preisklasse.

Aber ich bin deswegen nicht traurig oder frustriert – ich weiß ja, warum ich gekommen bin und will eben das Beste aus diesem Seminar für mich mitnehmen. Marion überlegt in der 1. Pause, ob sie nicht doch schon früher geht, weil sie für sich nichts neues mehr findet, aber dann kommt die Ziele – Definition und die Meditation zum Deponieren im Strom der Zeit. Diese Meditation ist wirklich der Hammer – auch für mich, und so sind wir auch nach dem Mittagessen wieder alle dabei.

In dieser Meditation geht es darum, gedanklich in die Zukunft zu reisen. Zunächst ein langer Zeitraum von 3 Jahren, danach 1 Jahr, 6 Monate und 3 Monate. Mir fällt auf, dass ich das Bild in 3 Jahren sehr klar vor Augen habe, jedoch mit den kürzeren Abschnitten wie 1 Jahr oder 6 Monate Probleme habe. Komischerweise das Bild in 3 Monaten kann ich wieder klarer sehen. Ich denke, für meine „großen“ Ziele brauche ich einfach Zeit – und 3 Jahre ist für mich lang genug, um mich damit nicht unter Druck zu setzen. Drei Monate ist für meine „kleinen“ Ziele wieder überschaubar und auch zu realisieren und daher auch wieder vorstellbar. Es ist wohl einfach die Zeit dazwischen, die ich mir nicht so richtig vorstellen kann, aber auch das macht mir nichts aus. Ich empfinde diese Meditationen jedes mal sehr intensiv und bin begeistert, dass ich mich so darauf einlassen kann, obwohl ich mit 500 Leuten in einem Raum bin und doch ganz bei mir.

Am intensivsten habe ich den „Emotionsradierer“ erlebt. Negative Emotionen, die dich mit bestimmten Dingen bzw. Personen verbinden, werden dabei im wahrsten Sinne des Wortes „ausradiert“. Die Reise geht dabei zu einem Ort, an dem du alle Menschen einlädst, die du kennst. Familie, Freunde, Kollegen – eben Menschen, die dir irgendwie bekannt sind. Sie kommen in Gruppen auf deine Bühne, und du schaust sie dir an. Über die meisten von ihnen freust du dich, sie zu sehen, aber da sind auch einige, die entweder Angst, Wut oder Selbstzweifel hervorrufen.

Die Gruppen kommen nacheinander, und ich schicke immer diejenigen weg, mit denen ich keine negative Emotion verbinde. Die anderen bleiben auf der Bühne zurück. Ich versuche, die Menschen zu ordnen – ich möchte nicht, dass z.B. jemand, auf den ich nur wütend bin, neben dem steht, der mir Angst macht. Ich packe jeden von ihnen an einen anderen Standort, betrachte jede Emotion noch einmal genau und warte dann auf den Emotionsradierer, der diese negativen Emotionen in einer Wahnsinnsaktion von mir trennt. Das Gefühl kann ich nicht beschreiben – es war auf einmal alles ruhig, fast fühlte ich mich alleine, weil nun niemand mehr da war, mit dem ich diese Emotionen verband. Als ich langsam zurück komme in die Gegenwart, bin ich erst mal sprachlos. Das war einfach eine intensive Erfahrung und hat mich sehr berührt.

Leider kann ich nicht bis zum Schluss bleiben, denn mein Zug fährt früher, als das Seminar zu Ende ist. Aber Fabian, der Sohn von Gaby hat mir später gemailt, dass ich nicht viel verpasst habe. Trotzdem fand ich es schade, dass ich am Ende so in Zeitnot kam.

Ich kann jedoch ohne Zweifel sagen, dass ich dieses Seminar als das intensivste erlebt habe, das ich je besucht habe. Die Art der Meditationen hat mich genau zu den Punkten geführt, an denen in ansetzen muss, weil da meine erfolgsverhindernden Entscheidungen sitzen. Ich überlege ernsthaft, mir einige Stunden geführte Hypnose zu leisten, damit ich lerne, mich dann auch selbst in diesen Zustand zu bringen.

Für dieses Seminar hat sich jede Unannehmlichkeit, die damit verbunden war, gelohnt. Es zu besuchen, war eine erfolgsfördernde Entscheidung, die es mir eines Tages ermöglicht, eins von diesen Seminaren aus der Erfolgspyramide zu besuchen. Es war im wahrsten Sinne des Wortes mein „Sprungbrett“ zu mehr Lebensfreude, Glück und Erfolg in allen Bereichen meines Lebens.

3 Kommentare zu „3. Mein Wochenende in Köln – der Sonntag“

  • Hallo Irene,

    danke für diesen Bericht. Ich habe mich lieber für eine Heilpraktikerfortbildung entschieden an dem Wochenende und gab viel gelernt. Deine Homepage gefällt mir.

    Grüßle aus dem Süden
    Angelika

  • Dori:

    Liebe Irene,

    also ehrlich gesagt – ich war sehr skeptisch, was diese Veranstaltung betrifft, und kenne noch andere Menschen, die dort waren.

    Ich bin immer noch nicht überzeugt, und es gibt mit Sicherheit seriösere Methoden, um dem Problem auf die Spur zu kommen. Und nachhaltigere.

    Sonnige Grüße für ein schönes WE,

    Dori

  • Udo:

    Mich hat das Seminar beeindruckt. Die Tools, die Eugen Simon eingesetzt hat, zeigten bei mir durchaus nachhaltige Wirkung. Ich kann das deshalb sagen, weil ich schon einmal im Juni an einem Gedankendoping-Seminar teilgenommen habe.

    Meine einzige Kritik ist seine manchmal etwas marktschreierische Art, bezogen auf den Verkauf der anderen Seminare.

Hier schreibt

Irene Wolk - Architektin + Webdesignerin mit WordPress =Wordpress-Architektin!

außerdem Vorleserin von Geschichten, Leiterin von Video-Lernkursen und Autorin des Buches: "Bin ich jetzt schön?"

Kreativ, positiv denkend und dauerhaft lernfähig.


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