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Nein, bitte nicht das, was ich vermutete!!! Wir hatten in der Vergangenheit mal Ärger mit unseren Lichtschächten gehabt und einmal hat uns eine braune Schlammmasse den gerade gestrichenen Keller ruiniert. Als wir jetzt unten ankommen, steht bereits der ganze Keller unter Wasser. Die Lichtschächte in Waschküche und Hobbyraum sind vollgelaufen und das Wasser drückt nun durch Fugen an der Fensterbank ins innere. Normalerweise packen die Lichtschächte das, was an Niederschlag reinläuft, und geben es dann langsam nach unten in die Drainage ab. Diesmal aber waren sie voller Laub und konnten die Wassermassen, die von Himmel runterkamen, nicht schnell genug ablaufen lassen.
Christoph und ich standen erst mal fassungslos vor den vollgelaufenen Lichtschächten und konnten nur untätig zusehen, wie das Wasser an der Wand herunterlief. Ein Bodenablauf in der Waschküche sorgte zwar dafür, dass einiges an Wasser abfließen konnte, aber konnte trotzdem nicht verhindern, dass alle Kellerräume knöcheltief unter Wasser standen.
Ich wunderte mich, dass ich dabei so ruhig blieb, aber in dem Moment stand fest, mit was ich meinen Vormittag verbringen würde: Keller trockenlegen! Ich rief meinen Mann an und bereitete ihn darauf vor, was er am Nachmittag hier vorfinden würde, und nachdem er mit seinem Chef gesprochen hatte, bekam er frei und so konnten wir zu dritt an die Arbeit gehen.
Ganz nüchtern betrachtet war alles halb so schlimm. Die Fußleisten sind hinüber, der Putz braucht an einigen Stellen etwas Kosmetik, ein paar Plattenhüllen der geliebten LP-Sammlung meines Mannes sind aufgequollen und einige Möbel, die im Wasser standen, haben etwas abbekommen. Aber sonst ist der Keller nun einmal nass durchgewischt und gereinigt worden und trocknet auch schon wieder ab. Wir alle sind etwas ins Schwitzen gekommen vom Putzen und hin- und herräumen, aber sonst ist nichts schlimmeres passiert. Leider gehen seit dem Unwetter weder Telefon noch Internet – und das ist für mich das unangenehmste an der ganzen Aktion.
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