
Ich habe meinen Tag heute mit der Dankbarkeitsübung begonnen, und jetzt, wo der Tag fast vorbei ist, kann ich mal reflektieren, wie so ein begonnener Tag dann verlaufen kann…
Ich hatte vor, mein Auto zur Werkstatt zu fahren, schnell die Reifen wechseln zu lassen und mich danach mit einem ehemaligen Kollegen ganz spontan zum Kaffee zu treffen. Mittags wollte ich wieder daheim sein, noch etwas arbeiten und dann die schöne Sonne genießen. Der Tag verlief dann aber doch ganz anders, und es ist noch nicht so lange her, da hätte mich das alles ziemlich wütend und nervig werden lassen.
OK – der Reihe nach.
Wenn ich dachte, alle Leute hätten ihre Sommerreifen schon drauf nur ich nicht, hatte ich mich heftig getäuscht. Es war irre voll und denen wäre am liebsten gewesen, ich wäre nächste Woche wieder gekommen. Wollte ich aber nicht – die schweren Refen waren schließlich schon im Auto, da hatte ich keine Lust, die zuhause wieder auszuladen. Also ließ ich das Auto dort, sagte, ich käme am Nachmittag wieder und dachte – ok – dann Plan B. Ich rief meinen ehemaligen Kollegen an, mit dem Kaffee trinken immer mächtig Spaß macht und erhoffte mir, dass er mich danach dann schnell heimfahren könnte. Hm – zu viel Wunschdenken, denn er war am anderen Ende der Stadt und hatte Termine – also nix mit Kaffee Trinken und auch nicht mit Heimfahren – da braucht Irene schon Plan C
Mein Handy war gerade wieder in meiner Tasche verschwunden und ich auf dem Weg zur Straßenbahnhaltestelle, als diese mir gerade vor der Nase wegfuhr. Hm – blöd, aber nicht zu ändern, also auf die nächste warten – oder hoffen, es fährt vielleicht jemand vorbei, den ich kenne und der mich mitnimmt. Leider Fehlanzeige – also warten auf die Bahn und dann ab nach Hause.
In der Bahn sitzend überlege ich, dass ich mir ja das Auto meines Vaters leihen kann, dann könnte ich noch ein paar Wege erledigen, ehe ich mein eigenes Fahrzeug wieder abholen kann. Also steige ich zwei Haltestellen später aus und stelle vor der Haustür meiner Eltern fest, dass das Auto nicht dort steht…. Meine Mutter teilt mir mit, dass mein Vater damit unterwegs sei, aber sicher bald wieder kommt. Also gut, warum nicht auch noch Plan D – dann warte ich halt so lange, schaffen tue ich heute eh nichts mehr. Meine Mutter freut sich, dass sie jemanden zum reden hat und ich denke, wer weiß, wann ich das nächste Mal hinkomme, also tue ich ihr den Gefallen. Zwischendrin war ich immer mal versucht, doch zu Fuß heim zu laufen, aber dann warte ich doch auf meinen Vater, der erst nach 1 1/2 Stunden endlich wieder auftaucht….
Ich bin immer noch ganz locker und fröhlich, als ich fast gleichzeitig mit meinem Mann zuhause ankomme und ihn ganz spontan zum Chinesen einlade. Wir sitzen in der Sonne, essen lecker und ich erzähle ihm von meinen Visualisierungen, meinen Wünschen und meiner Beschäftigung mit dem Gemeimnis. Bisher habe ich diese Thematik immer nur mit mir selbst und Menschen besprochen, die ähnlich denken wie ich. Mein Mann ist oft sehr skeptisch, mißtrauisch und kann mit solchen “esoterischen” Dingen wenig anfangen, aber wir hatten trotzdem ein sehr gutes Gespräch und ich war wieder einmal sehr dankbar….
Am Nachmittag wollte ich mit meinem Sohn noch zum Arzt, als wir jedoch in die Praxis kamen, war nicht in Stuhl mehr frei, so voll war das Wartezimmer. OK – pupertierende Jungs können sowas schonmal garnicht ab, also sind wir wieder heimgefahren und habens nach ner Stunde nochmal probiert. Auch diesmal saßen wir auf dem Flur und mussten warten, aber nach einer Stunde konnten wir endlich die Praxis verlassen. Jetzt mussten wir noch das Auto aus der Werkstatt holen – also pupertierendes Kind – sorry pupertierenden Jugendlichen ausgeladen – etwas genervt wirkenden Ehemann eingepackt und zur Werkstatt gefahren. Danach den Wagen meines Vaters wieder zurück gebracht und schnell noch Getränke einkaufen. Wegen der Feiertage waren sowohl die Straßen als auch die Geschäfte voll, und ich merkte, dass mein Mann immer nervöser wurde, beim Autofahren fluchte, einige heikle Situationen beim Fahren hatte und sich seine Laune immer mehr verschlechterte. Es war wie eine Spirale – und die Krönung zeigte sich dann darin, dass die Fernbedienung vom Garagentor bei ihm nicht mehr funktionierte – bei mir aber schon
Was ich nun mit all dem sagen will: ich hätte aus diesem Tag eine einzige Katastrophe machen können, denn schon meine ersten Aktionen klappten ja nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Aber mit dem Gefühl der tiefen Dankbarkeit in mir habe ich nicht zugelassen, dass mir irgendetwas den Tag vermiest. Meine Gedanken haben bestimmt, wie ich mich fühlen will, und selbst der meckernde Jugendliche und auch der genervte Ehemann konnten daran nichts ändern. Ich hatte die Entscheidung, in diese Stimmung einzusteigen oder meine eigene, fröhliche und dankbare zu behalten. Es war ein erhebendes Gefühl für mich – ein wirklicher Erfolg.
DANKE für diesen Tag!!!



Hallo liebe Irene,
ist das nicht super, wie das funktioniert?
Einer meiner Lieblingssprüche lautet: Egal ob ich glücklich oder traurig bin, entspannt oder genert, gesund oder krank, reich oder arm, dieser Planet dreht sich immer weiter und weiter und weiter und……
Sonnige Grüße
Dori
…das heißt natürlich “genervt”
Du bist auf dem richtigen Weg und das schon ganz schön weit!
LG Beate